Samuel Bernhard wird «Zivilschützer des Jahres 2026»
Ein Kochbuch aus dem Zivilschutzalltag wird ausgezeichnet – und mit ihm die Idee hinter dem Rezeptarchiv.
Wenn im Zivilschutz gekocht wird, geht es selten nur ums Essen. Es geht um Kameradschaft, Motivation und darum, auch mit einfachen Mitteln etwas Gutes auf den Tisch zu bringen.
Genau daraus entstand «Zum Orange Gnägi».
Samuel Bernhard, Initiator des Rezeptarchivs, gelernter Koch und diplomierter Hotelier-Restaurateur, wurde am 12. Mai 2026 an der Fachtagung des Schweizerischen Zivilschutzverbandes in Olten als «Zivilschützer des Jahres 2026» ausgezeichnet.
Ausgezeichnet wurde ein Kochbuch direkt aus dem Einsatzalltag des Zivilschutzes – geschrieben für Feldküchen, geschützte Anlagen und Menschen, die im Einsatz plötzlich für 50 Personen kochen müssen.
Denn genau das stellte Sam über die Jahre fest: Viele Dienstleistende kochen gerne, doch zwischen «daheim für fünf Personen» und «Mittagessen für eine ganze Kompanie» liegen einige Welten.
Also begann er, Rezepte zu sammeln, anzupassen und direkt im Einsatz zu testen. Vom selbstgemachten Eistee über Wurst-Käse-Salat bis zu Kalbsbrustschnitten oder Marmorgugelhopf – alles wurde in Feldküchen gekocht und von der Mannschaft für gut befunden.
Dabei galt immer ein einfacher Grundsatz: «Ohne Verpflegung keine Bewegung.»
Mit «Zum Orange Gnägi» entstand so nicht nur ein Kochbuch, sondern auch die Grundlage für das heutige Rezeptarchiv: Eine Sammlung von Rezepten, Erfahrungen und Geschichten aus dem Zivilschutz – zum Teilen, Nachkochen und Weiterentwickeln.
Und auf die Frage nach seinem Lieblingsgericht aus dem Buch hatte Sam in Olten sofort eine Antwort: «Die selbstgemachten Teigtaschen mit Sauerrahmsauce.»